Allgemeine Informationen zum Thema Bestattungsunternehmen

Ziemlich spät, also im 19. Jahrhundert entstand in Österreich, das Bestattungsgewerbe, bis dahin wurde die Bestattung im engsten Familienkreis oder den jeweiligen Glaubensgemeinschaften vollzogen. Unterschiede fand man schon damals zu den Bestattern in der Stadt und am Land. In der ländlichen Gegend wurde ein Bestattungsunternehmen nur eingesetzt, falls jemand in einem Krankenhaus verstorben war, also außerhalb der eigenen vier Wände. Heutzutage gibt es in den Städten die größeren Bestattungsbetriebe, welche ihr Angebot meist überregional anbieten und auf dem Lande, die klassischen Familienbetriebe. Oft werden auch alternative Bestattungsarten angeboten. Das Angebot kann von Bestatter zu Bestatter variieren.

Berufe in einem Bestattungsunternehmen

Das Bestattungsunternehmen soll den Hinterbliebenen in dieser ersten schweren Zeit, Arbeiten abnehmen, um Ihnen den Platz zum Trauern zu geben. Ein Bestatter ist daher, ein Seelsorger und Organisator in einer sehr schweren Zeit des Lebens.

Aufgaben eines Bestattungsunternehmens

Die meisten Bestattungsunternehmen überbringen dem zuständigen Standesamt die Mitteilung des Todes und sind für die Meldung an möglichen Versicherungen und Ärzten zuständig. Ebenso bieten die meisten Bestatter die Produktion und Erstellung von Druckartikeln(Trauerkarten, Anzeigen, usw.) an, organisieren die Trauerfeier und die mögliche Aufbahrung und helfen bei der Auswahl des Sarges. Auch das Einkleiden und die kosmetische Versorgung der verstorbenen Person, sind in den Arbeiten des Bestatters enthalten. Der Bestatter hat vor allem die Aufgabe, den Leichnam zu versorgen. Dazu zählen die Bergung, der Transport und die Überführung, die Einkleidung, das Einbetten und die Aufbahrung. Außerdem muss sich das Bestattungsunternehmen um die Vorbereitung, die Organisation und die Durchführung der Bestattung kümmern. Falls weitere Dienstleistungen gewünscht werden, sollte er auch diese erfüllen.

Wahl eines Bestattungsunternehmens

Sie müssen bei der Wahl des Bestattungsunternehmens beachten, ob der Verstorbene bereits einen Vertrag mit einem Bestattungsunternehmen erstellt hat. Falls nicht, müssen Sie darauf achten, den Bestatter zu wählen, der die von Ihnen gewünschte Art der Bestattung durchführt und auch Ihre Wünsche erfüllt. Da das Angebot sich meist ein wenig unterscheidet, sollten Sie mehrere Bestattungsunternehmen vergleichen, bevor Sie sich für den richtigen Bestatter entscheiden. Wichtig ist, dass Sie sich gut beraten fühlen und der Bestatter, für Sie in dieser schweren Zeit eine gute Trauerbegleitung sein wird.

Kosten für ein Bestattungsunternehmen

Die Kosten, der Bestattung hängen von Ihren oder den Wünschen des Verstorbenen ab. Hat dieser einen Vertrag vereinbart so müssen Sie diesen befolgen und die Kosten tragen. Es besteht auch die Möglichkeit, im Vorhinein, einen Betrag auf ein Treuhandkonto einzuzahlen um die gewünschte Bestattung von diesem Geld zu bezahlen. Außerdem bieten manche Bestattungsunternehmen die Möglichkeit der monatlichen Vorauszahlung, zu Lebzeiten, an. Die Kosten hängen meistens von der gewählten Art der Bestattung, der Gestaltung der Trauerfeier und der Ausführung des Sarges oder der Urne, ab.

Entwicklung von Bestattungsunternehmen

Kirche und Kirchhof waren am Anfang der klassische Ort der christlichen Bestattung. Neben den Kirchen gab es weitere Formen der Bestattung, wie z.B. in den Dörfern wo spezielle Rituale und Symbole für Bestattungen entwickelt wurden, welche bis ins 19. Jahrhundert aufrecht blieben. Zur Zeit der Kirchenspaltung, begann sich die Bestattung zu wandeln. Dadurch wurden außerstädtische Friedhöfe, Leichenhallen und Krematorien als Orte der Bestattung verwendet. Die Organisation der Bestattung wurde daher anderweitig besetzt und zwar mit Bestattungsunternehmen. Diese gingen aus den alten Schreiner- und Fuhrbetrieben heraus und waren vorerst nur ein Nebenverdienst. Ab 1870 entstanden die ersten privaten Bestattungsunternehmen. Eine große Rolle spielten die immer aufwendigere Gestaltung der Särge und die Leichentransporte. Nach und nach bekam der Bestatter immer mehr Aufgaben, wie z.B. die Organisation der Zeremonie.