Welche Kosten beim Steinmetz entstehen

Der Beruf des Steinmetzes gehört zu den ältesten Handwerken überhaupt. Waren sie früher in die Errichtung von Kirchen, Klöstern, Schlössern oder Steinhäusern eingebunden, sind sie in diesem Bereich heute vorwiegend bei der Denkmalpflege eingesetzt – wie etwa bei der Erhaltung des Wiener Stephansdoms, die ja permanente Arbeiten erfordert.

Die meisten Steinmetzbetriebe sind allerdings auf Grabsteine spezialisiert, also auf die Gestaltung und Bearbeitung von Grabsteinen sowie die Installation der gesamten Grabanlage.

Viele Varianten

Art und Aussehen eines Grabsteins hängt sowohl von der Konfessionszugehörigkeit der/des Verstorbenen wie auch von den Regelungen des jeweiligen Friedhofs ab. Typische Verzierungen sind etwa religiöse Symbole wie betende Hände oder Bibelzitate auf der Vorderseite des Steines, wo in der Regel auch Geburts- und Sterbedatum aufgeführt werden.

Das Gesamtbild kann in Form, Farbe und Material sehr unterschiedlich sein. Grabsteine können glatt geschliffen oder unbehauen sein, stehend oder liegend ausgeführt werden, aus Massenfertigung stammen oder künstlerische Einzelexemplare sein.

Kein Grund, etwas zu übereilen

Die Kosten für den Steinmetz fallen in der Regel erst einige Wochen oder Monate nach der Bestattung an, da das Fundament für den Grabstein aus technischen Gründen erst eingebracht werden kann, nachdem sich das Erdreich wieder gesetzt und verfestigt hat. Daher und aufgrund der breiten Palette an Möglichkeiten lassen sich viele Hinterbliebene mit der Auswahl des Grabsteins beim Steinmetz bewusst Zeit.

Die Leistungspalette des Steinmetzes erstreckt sich vom Grabstein über die Gestaltung und Ausführung der gesamten Grabstelle bis zur Realisierung ganzer Gruften.

Größe, Material und Optik unterliegen dabei in hohem Maße der individuellen Friedhofsordnung, die zum Beispiel auch Regelungen bezüglich Schriftarten der Gravur oder Farbgebung beinhalten kann.

Kosten Steinmetz – Notwendige Leistungen

Die Gesamtkosten bis zur Fertigstellung eines Grabes setzen sich aus verschiedenen Leistungen zusammen. Für den unbearbeiteten Stein werden von rund 300 bis zu etwa 4.000 Euro Euro berechnet. Die Beschriftung wird pro Zeichen beziehungsweise Buchstabe verrechnet und die kosten je nach Art und Größe zwischen ca. sechs und 30 Euro. Soll auch noch ein Symbol auf den Stein kommen, belaufen sich die Kosten dafür auf 50 bis gut 500 Euro. Die Grabeinfassung kommt dann auf bis zu etwa 1.000 Euro und für Transport und Aufstellung des Grabsteins werden nochmals – je nach Vereinbarung – bis zu 600 Euro verrechnet.

Es ist also durchaus vernünftig und legitim, die Kosten für die Leistungen des Steinmetzes aus der Perspektive eines vorher festgelegten Gesamtbudgets aus zu betrachten. So können Sie nach Abzug der unvermeidlich rund um das Grabmal anfallenden Leistungen wie Einfassung, Fundamentierung oder Transport einen In-etwa-Rahmen bestimmen, der für Grundstein und Bearbeitung zur Verfügung steht.